Schlaf Kindchen Schlaf…Vom Tag und Nachtschlaf und so….

Ihr Lieben,

unser Sohn wird bald 3 und ist der Tragezeit entwachsen-Leider!!! Ich weiß, es ist der normale Weg und nein, ich hatte nicht vor ihn zu tragen, bis er mit den Beinen auf den Boden kommt. Trotzdem frage ich mich Rückblickend: Wer bitte hat denn da den Turbo eingeschaltet, dass die Zeit so fliegt??? Nun ja: Fakt ist mir wird bei jedem Tragebaby warm ums Herz und ich habe ein verbündendes Lächeln für die Tragemama im Gesicht und genieße nun eben andere Kuscheleinheiten mit meinem Lieblingskind.erste Tragemomente

 

Früher wurde er in den Schlaf getragen, denn das hat wirklich immer geklappt und man selbst hat auch meist nochmal frische Luft gehabt oder konnte zumindest gleichzeitig etwas tun. Mal abgesehen vom Abend hat das Tragen auch am Tage dafür gesorgt, dass er einfach immer mal wieder zwischendurch eingeschlafen ist. Mal nur für 20 Minuten, mal für einen ausgiebigen Mittagsschlaf. Auf dem Bild seht ihr einer der allerersten Bindeversuche, noch mit null Plan und grottig gebunden, aber er ist eingeschlafen und es hat sich toll angefühlt. Meistens war und ist es möglich ihn dann schlafend abzulegen und ihn mit dem Tuch einzukuscheln. Genau das rettet uns heute noch oft: Wenn er im Auto einschläft, schaffen wir es hier zu 99% ihn schlafend um zuparken.

Wir haben uns bemüht, ihn Schlafmäßig nicht zu „dressieren“.

Heißt: Wenn er müde war, wurde geschlafen. Hier gab es immer einen Satz der für uns oft gestimmt hat:

Je besser der Tagschlaf, umso besser der Nachtschlaf.

An Tagen, wo er immer mal wieder im Tuch weggeschlafen ist, war das Einschlafen am Abend dann auch meist kein Problem. Wenn man weiß, das Babys und Kleinkinder ihren Tag vor bzw. während des Schlafens verarbeiten, ist es nur logisch das an einem Tag, an dem es immer mal wieder Schlaf gab, die Erlebnisse dann auch Häppchenweise verarbeitet werden.

Viele Babys haben vor dem Einschlafen Stress. Der Prozess Einschlafen ist für Babys echt unheimlich- und den Zustand kennst auch Du: Wenn du im Bett liegst und schon Eingeschlafen bist, dann aber nochmal kurz „wach“ wirst und merkst das alle deine Muskeln schon „schlafen“- es sich also Anfühlt als wäre man in einer „Zwischenwelt“…Weißt du was ich meine???? Wir wissen: Ahhhh Schlaf-ich bin nochmal kurz aufgewacht-doof-Augen zu-Schlafen-Hurra! Unser Baby weiß das nicht, daher für Sie ist dieser schleichende Zustand von Schlaf unheimlich, denn noch wissen Sie ja nicht wie das hier so läuft…..Wir würden auch Schreien.

Auch bei diesen Zuständen hilft das Tragen im Tuch oder in einer Tragehilfe, denn das Baby spürt sich und „seine“ Körperbegrenzung, hört euren Herzschlag, eure Stimme, riecht und schmeckt euch und schukkelt als wär man noch im Bauch- sicher, warm und mit einer unbeschreiblichen Geborgenheit. (Merkt man, das ich das Tragen vermisse???:-))Schlaf im Tragetuch

Babys an einen „Rhythmus“ zu gewöhnen, sie bewusst wach zu halten oder zu manchen Zeiten zum Schlafen zu zwingen, bringt nichts, außer einen Streß auf höchsten Niveau für Baby und Kind. Über Methoden wie JKKSL oder anderen fiesen Methoden um das Kind endlich „gefügig“ zu machen, mag ich hier nicht schreiben, denn das ist meiner Meinung nach pure Gewalt.

Rhythmus hat hier im Haus übrigens eine neue Definition, seit wir Eltern sind: Rhythmus ist das , was das Kind ändert, sobald Du dich daran gewöhnt hast.

Es macht wohl Sinn, aufmerksam zu bleiben, dass das Kind den Rhythmus geändert hat, denn dann merkt man auch das es z.B . eine Stunde eher Müde ist und kann darauf reagieren.

Und natürlich gibt es Sie: Abende geplagt von Bauchweh, Zahnen oder manches mal einfach Reizüberflutet und dann natürlich auch die entsprechenden Nächte dazu. Jetzt mal ganz ehrlich: die Kosmetikbranche würde Unmengen an Umsatz verlieren, wenn müdigkeitsgeplagte Mamas keine Abdeckcreme gegen Augenschatten und andere schnelle Schönmacher haben wollen. Und an manchen Tagen gehört es halt einfach dazu: Müde sein und auch genau so aussehen. Dann eine Freundin (möglichst mit Kind) anrufen und sich gemeinsam am Telefon wieder aufzubauen. Meist geht es den anderen ja ähnlich und Schwupps schafft man auch diesen Schub, Zahnen, Bauchweh, Krank oder sonst irgendein Grund für heftige Nächte. Uns hat das Tuch jedenfalls oft gerettet und sei es auch nur, um die Hände freizuhaben, um sich beidseitig Schokolade einzuwerfen. Zur Freundin sei gesagt: wenn ihr immer hört: ohhhhh der xxxx schläft seit er 10 Tage ist durch, ist sie entweder keine Freundin oder hat eine eigene Definition von dem Wort durchschlafen. Als Tipp: Schaut euch ihre Augenschatten an; gehen diese bis zum Mundwinkel, ist Ihre Nacht definitiv nicht besser.

Hier änderte irgendwann Herr Sohn das Einschlafritual, statt Tragen wurden andere Dinge gefordert: Im Bett liegend in den Schlaf begleitet zu werden war und ist nun das neue Tragen. Anfangs gerne mit Singen und auch das Erzählen was man so am Tag erlebt hat und auch alle Kleinigkeiten eben erzählt. Das hatte eine schöne Doppel Wirkung: man selbst wird Achtsam für die kleinen Dinge und Ereignisse im Leben, das Baby hört nochmal seinen Tag und ich habe immer gemerkt: wenn ich länger als x Minuten vom Tag erzähle, war er wohl zu voll geplant und wir haben dann einfach mal eine „Pause“ eingelegt. (Ich weiß, das dies das Privileg der Erstgeborenen ist, dennoch für uns ganz hilfreich)

Auch half es uns achtsam zu bleiben was das Abendritual anging: Vom Singen zum Lesen. Und Lesen ist es bis jetzt. Noch wird er ganz viel und oft in den Schlaf begleitet, heißt da zu sein bis er eingeschlafen ist, ihn zu streicheln und zu kuscheln.Manchmal klappt es mittlerweile sogar, das er alleine einschläft und dann auch diese Ruhe sucht und scheinbar braucht.Schlafend im Ulfbo mit Tragetuch

Und auch da gibt es gute und weniger gute Einschlafphasen.

Zur Zeit haben wir eine richtig, richtig, richtig üble Einschlafphase. Sein sonst sehr geliebter Mittagschlaf wird seinerseits abgeschafft, zwar sporadisch, aber daher ist nun gar nix mehr planbar (Rhythmus….da war es wieder) und gleichzeitig hat seine Phantasiewelt ein neues Level erreicht. Hier wohnen imaginäre Affen, Hunde, Hasen und Katzen und allerlei andere Dinge. Alle Kuscheltiere sprechen und wollen „versorgt“ werden. Es ist wunderbar und zu schön sich auf diese Zauberwelt mit einzulassen , allerdings bedeutet Sie auch: Angst in der Dunkelheit, beim Einschlafen und eine heftige Verarbeitung des Tages am Abend. Ihr glaubt nicht wie sehr ich mir zur Zeit manchmal die Tragezeit zurücksehne, vor allem die, als er den Tag halt noch Häppchenweise verarbeitet hat. Nun heißt es gebündelt am Abend und die Ängste nicht runterzuspielen , sondern Sie ernst zu nehmen und sicheren Halt zu geben.

Mal sehen, wie es hier weitergeht.

Genießt die Zeit mit euren Kleinen. Versucht entspannt zu bleiben und denkt daran: Schlaf“dressur“ klappt eh nicht und stresst alle Beteiligten.

Und: guter Tagschlaf bedeutet guter Nachtschlaf…gilt wohl auch für Kinder wie Eltern:-)

Habt eine gute Zeit, ewig viel guten Concealer gegen Augenschatten im Schrank und reichlich Humor im übermüdeten Gepäck dabei.

Liebe, ganz müde und mitfühlende Grüße

Eure Steffi

 

 

 

 

 

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